„Do-it-yourself-BGM“ – Systematisches Gesundheitsmanagement für kleine Unternehmen

Ziel der Weiterbildung

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist als Zukunftsstrategie moderner Betriebe im Moment sehr en vogue. Zweifellos sind gesunde und leistungsfähige Belegschaften angesichts des Fachkräftemangels ein wichtiger Wettbewerbsfaktor und betriebliche Gesundheitsangebote ein Plus im zukünftigen Kampf um die qualifizierten Fachkräfte.

Die Modelle, die hierfür dargestellt werden, orientieren sich allerdings fast ausschließlich an den Bedingungen von Großunternehmen und schrecken daher kleinere Unternehmen ab.

Größere Unternehmen haben allein durch ihre „Masse“ andere Möglichkeiten für die Angebote und auch für die Steuerung des Gesundheitsprozesses. Ein kleines Unternehmen kann keine Betriebssportmannschaft aufstellen, keinen Betriebskindergarten einrichten und kein gesundes Kantinenessen anbieten, weil es für diese Angebote einfach nicht genügend Interessenten gibt. Zudem werden Gesundheitsangebote wie Beratungen oder Trainings oftmals entscheidend preiswerter, wenn man sie „in großer Menge einkauft“.

Auch die Frage des Gesundheits-„Managements“ stellt sich bei kleinen Unternehmen ganz anders: Während in Großunternehmen eigene Stellen oder ganze Abteilungen für BGM eingerichtet werden können, müssen dies in kleinen Unternehmen die Führungskräfte selbst zusätzlich zum Alltagsgeschäft leisten.

Es ist aber durchaus möglich, BGM auch in Kleinbetrieben erfolgreich zu installieren. Die Weiterbildung „Do-it-yourself-BGM“ soll die Grundlagen des betrieblichen Gesundheitsmanagements vermitteln und ganz praktisch aufzeigen, wie auch kleine und Kleinstunternehmen mit akzeptablem Ressourceneinsatz ein systematisches Gesundheitsmanagement etablieren können.

In diesem Kurs werden Sie lernen, wie kleinere und hinsichtlich ihrer Finanzkraft limitierte Unternehmen – unter intelligenter Nutzung externer Hilfen und eigener Ressourcen – ein tragfähiges BGM auf die Beine stellen können.

 

Der Aufbau dieses Kurses

In diesem Kurs steht im Vordergrund, wie die Ziele und Vorgehensweisen eines BGM in der Praxis und unter den speziellen Restriktionen in Unternehmen umgesetzt werden können. Hierzu werden in Modul eins zunächst die Grundlagen eines BGM vermittelt. Modul zwei übersetzt die großbetrieblichen Strukturen für kleine und Kleinstunternehmen. Aber nicht alles muss das Unternehmen selbst leisten, es gibt auch institutionelle Unterstützungsangebote und Finanzierungshilfen und überbetriebliche Angebote für BGM in kleinen und mittleren Unternehmen. Dies wird in Modul drei thematisiert.

Im Kern von Modul vier steht das SCOUT-System, mit dem KMU ein kontinuierliches Stressmonitoring für ihre Beschäftigten durchführen und die Ergebnisse durch Coaching und Organisationsberatung umsetzen können. Dieses Stressmonitoring basiert auf der App DOSIMIRROR, deren Anwendung in Modul fünf vorgestellt wird, und dient als Vorbereitung für individuelle und betriebliche Gesundheitsprävention.

In Modul sechs wird das Coaching durch die Schnelle Hilfe als begleitende Unterstützungsstruktur vermittelt. Modul sieben erklärt die betriebliche Anwendung des SCOUT-Modells und die Auswertung und Interpretation von DOSIMIRROR-Daten auf Betriebsebene.

Schließlich wird in Modul acht ein konkretes Beispiel eines BGM-Prozesses in einem kleinen Unternehmen vorgestellt, in dem verschiedene interne Ressourcen mit externen Unterstützungsangeboten kombiniert wurden.